#1

Wundersame Selbstreparatur des MD 42200

in Café Bla 16.12.2007 11:18
von Zwincker • 1 Beitrag
Hallo zusammen,

leider habe ich dieses Forum erst jetzt entdeckt und es hat mir gleich einige hundert Euro erspart! Dazu später - erst einmal möchte ich allen Beteiligten (ganz besonders natürlich den Verantwortlichen der Site) meine Bewunderung aussprechen. Ich habe hier bisher noch keine böse Bemerkung, keine Abwertung von Fragen (z.B. einfachen Fragen von nicht ganz so EDV-kundigen Mitgliedern wie ich es bin), keine übertriebene Selbstdarstellungen oder irgendwelche Herabwürdigungen einzelner Mitglieder gelesen. Das gibt mir auch den Mut, meine kürzlichen Erfahrung mit einem MD 42200 zu schreiben.
Mein Kollege und ich besitzen baugleiche MD 42200. Vor kurzem traten beim Gerät meines Kollegen folgende Fehler auf: - plötzliches Aufhängen beim Booten (ging nach mehrmaligen Versuch wieder); - keine Maus- oder Tastaturreaktion während der Arbeit; -plötzliches Aufhängen während einer Rechenoperation (alle Programme betroffen: vom Kalkulationsprogramm bis zur Textverarbeitung usw.). Unser EDV-Fachmann im Betrieb sagte meinem Kollegen nach einem kurzen Check (auch in Verbindung mit der Hotline) - wahrscheinlich Motherboard defekt. Garantie war abgelaufen, also zum Reparaturangebot zu Medion. Von dort kam das Angebot mit 450 €. Das war uns zu teuer und wir ließen das Gerät unrepariert zurücksenden (auch eine direkte kostenlose "Entsorgung" wurde angeboten), um es für mich als "Ersatzteillager nutzen zu können.
Vor drei Tagen habe ich es erhalten. Ich hab dann nochmals versucht, mittels der WINOWS-CD das Gerät in Gang zu bringen. Und es klappte - halb. Nach 54% HDD-Formatierung stieg das Notebook wieder aus. Ein weiterer Versuch mit der Recovery-CD (Factory-Restore)funktionierte bis 18%. Mir kam es vor, als ob das Notebook bei Erreichen einer Normaltemparatur aussteigt. So habe ich eben eine Nacht darüber geschlafen -bei angestecktem Akku- und es am nächsten Tag nochmals probiert - und es flutschte durch. Erst mittels WINDOWS-CD, hier war natürlich dann die Anzeige nicht optimal (ich denke mal, dass hier nur Standard-Treiber instaliert wurden), dann nochmals mit der Recovery-CD, was zum vollständigen Erfolg führte. Voller Freude testete ich ein paar Sachen, auch den Internet-Zugang und bin hier auch auf dieses Forum gestoßen. Dort las ich auch den Beitrag von IWAN über den fachgerechten Ausbau der Tastatur. Als ich das Notebook ausschaltete, war der Akku noch mit ca. 67% geladen.
Am nächsten Morgen schaltete ich das MD 42200 wieder ein, um zu sehen, ob es seine Funktionsfähigkeit auch behalten hatte. Es startete hoch - und hängte sich auf! Akkuanzeige 65% - keine Maus- und keine Tastaturreaktion. Es half ausschließlich der lange Druck auf den Netzschalter, um es wieder ausschalten zu können. Danach ging überhaupt nichts mehr - kein Einschalten mehr möglich. Jetzt steckte ich den Netzstecker wieder ein (einfach weil mir nichts anderes einfiel) - aber auch jetzt ließ sich das Notebook nicht mehr einschalten. Ich bin kein EDV-Fachmann, so dachte ich, vielleicht hat´s was mit der Tastatur auf sich - oder mit sonstigen wackeligen Steckern. Ich baute also die Tastatur aus, entnahm die Festplatte, Arbeitsspeicher, Akku - versuchte das gesamte Teil auseinander zu nehmen. Als ich dann die vielen Schräubchen auf der Unterseite gelöst hatte, überkam mich dann doch eine ungutes Gefühl und ich schraubte alles wieder rein und baute auch die Tastatur wieder ein. Beim Einschalten erinnerte ich mich an den Forumsbeitrag über den Netzbetrieb ohne Akku - also ließ ich den mal weg. Und seit dieser Zeit läuft das Teil ohne nur einen Aussetzer (zwischenzeitlich den zweiten Tag ohne Unterbrechung). Ich habe größere Dateien mit längerer Rechneranforderung bearbeitet (Exel), CD´s mit Schulungsfilmen abgespielt, Präsentationen bearbeitet usw., das Notebook arbeitet zuverlässig wie gewohnt.
Da an besagtem Morgen der Akkustand ca 65% anzeigt, gehe ich jetzt davon aus, dass der AKKU so fertig ist, dass er diese ganzen Störungen verursacht hat. In einem Forumsbeitrag wird über die "Kalibirierung" usw. gesprochen. In meiner amateurhaften Vorstellung denke ich halt jetzt, dass ich zwar meinte, der Akku sei noch gut voll und dieser halt gerade noch bis zum Hochfahren gehalten hat und dann ausgesetzt hat - damit war keine Eingabemöglichkeit mehr gegeben. Beim Netzbetrieb mit eingelegtem (total unbrauchbarem) AKKU könnte es vielleicht auch zu solchen "undurchschaubaren" Störungen gekommen sein. Und schon wird eine Reparatur für 450 € angeboten. OK - die Leute beim Reparaturdienst sind auch keine Götter, aber mir entstand jetzt schon der Eindruck, dass jede Reparatur standardmäßig ohne Diagnose mit dem Tausch des Motherboard abgehandelt wird. Hätte ich dieses Forum nicht gefunden und dabei die Idee mit dem akkulosen Betrieb nicht bekommen, läge das Notebook jetzt bei mir im Schrank als "Ersatzteillager". Vieleicht hilft dieser Bericht dem ein oder anderen mit ähnlichen Problemen - die MD´s 42200 sind ja jetzt schon so lange da, dass wohl so manchen AKKU seinen Geist aufgibt. Viele Grüße aus Bayern!
zuletzt bearbeitet 16.12.2007 14:10 | nach oben springen

#2

Wundersame Selbstheilung des MD 42200

in Café Bla 16.12.2007 11:34
von Iwan • 722 Beiträge
Herzlich willkommen an Board, sehr interessanter Beitrag mit gutem Problemlösungstip der evtl. auch anderen Usern weiterhelfen könnte.
Ein weiterer Tip zur Problemlösung bei "toten" MD 42200: (Mausklick hier)

Auch ich habe mir ein defektes MD 42200 mit Boardschaden bzw. kaputter Grafikkarte als Ersatzteillager ersteigert. Deine Vorgehensweise von Auseinanderbauen, Säubern und Zusammenstecken der Teile hat bei mir leider nicht den gewünschten Erfolg gezeigt.

Soltest Du in Erwägung ziehen den defekten Akku abzugeben, dann bitte ich um eine Preisvorstellung per PN.

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zuletzt bearbeitet 01.03.2008 16:11 | nach oben springen


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